Widerstände in Bokeloh und Versen; Landkreis Emsland stellt erste Grobplanung für den vierspurigen Ausbau der E 233 vor

Meppener Tagespost
10. Juni 2011
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Meppen. Im Bereich der Stadt Meppen soll die geplante vierspurige Europastraße 233 (B 402) vier Anschlussstellen erhalten. Das hat Projektleiter Dirk Kopmeyer den knapp 200 Zuhörern am Mittwochabend im Kossehof mitgeteilt.

Dabei unterstrich er, dass es sich bei dem elf Kilometer langen Teilstück von der Emslandautobahn bis zur Stadtgrenze nach Haselünne um einen „reinen Entwurf“ handelt. Der Auftrag für dieses Teilstück der insgesamt 82,5 Kilometer langen Trasse von Meppen (A 31) bis Emstek (A 1) werde in zwei bis drei Wochen vergeben.

Kopmeyer signalisierte ausdrücklich die Gesprächsbereitschaft des Landkreises Emsland: „Dies ist weder für die Anschlussstellen selbst als auch für die Hinterlandanbindung eine detaillierte Planung.“ Er forderte die Bürger auf, ihre Ideen und Vorstellungen einzubringen.

Danach führte der Baudezernent des Landkreises die Entwurfsplanungen vor. So wird in der Nähe zum Autobahnkreuz „E 233/A 31“ Meppen eine weitere Anschlussstelle im Bereich des Industriegebiets (Höhe JVA) erhalten. Dies sei „relativ leicht zu realisieren“. „Knifflig“ wird es nach seinen Ausführungen hingegen bei der nächsten Anschlussstelle in Versen. So müssten hier erhebliche Lkw-Verkehre ortsansässiger Firmen bewältigt werden. Dies könne zu Lärm- und Verkehrsbelästigungen führen. Es geht dann mit der „logischen Anbindung an die B70“ weiter. Die Haselünner Straße soll in Zukunft nicht mehr auf die E 233 (B 402) münden. Der Ortsteil Dürenkämpe sei über eine Unterführung erreichbar. Von der Haselünner Straße aus soll eine Parallelstraße zur E 233 gebaut werden, die dann zur Anschlussstelle Bokeloh führt. Kopmeyer räumte ein, dass es auch im Bereich Bokeloh „viele offene Fragen“ gibt. Dies betreffe auch den Lärmschutz. Landrat Hermann Bröring versprach den Bürgern, dass sie auch bei den weiteren Detailplanungen beteiligt werden: „Wir wollen einen Plan, der in der Bevölkerung eine Mehrheit findet.“

Ortsvorsteher Gerd Gels sagte, dass sich in Versen eine Arbeitsgruppe gegründet hat. So befürchte man gerade durch einen geplanten Kreisel im Ort (bei Mirko), dass sich zusätzlich zu den rund 400 Lastwagen Versener Firmen täglich noch auswärtige Brummis durch den Ort zwängen. Unter dem Applaus der Zuhörer ergänzte Gels: „Wir wollen den Schwerlastverkehr aus dem Ort heraushalten.“

Gleich mehrere Bürger aus Bokeloh, wie Ratsherr Leo Leigers, forderten in der Diskussion, dass auch in ihrem Dorf eine Arbeitsgruppe die Belange der Anwohner vertreten sollte. Ähnliche Vorschläge gab es aus Dürenkämpe und Vormeppen. So befürchtete u.a. der Besitzer des Hotels Schlagbaum, dass ohne Autobahnabfahrt zukünftig die Gäste ausbleiben. Ein Anwohner aus Bokeloh führte die „große Belastung durch Glunz an“. Jetzt kämen mit Brückenbauwerken (Richtung Apeldorn) sowie neuen Zufahrtsstraßen weitere Lärmbelästigungen hinzu.

Erster Stadtrat Bernd Ostermann sicherte zu, dass Detailplanungen in öffentlichen Sitzungen des Meppener Planungs- und Bauausschuss vorgestellt würden. Zudem soll es Einwohnerversammlungen in den Dörfern geben.

Unterdessen sagte Bröring, dass die E233 einen Straßenquerschnitt von28 Metern bekommen soll. Dabei werde die „unwirtschaftliche Eisenbahnstrecke“ von Meppen nach Haselünne erhalten. Man wolle diese infrastrukturelle Option auf jeden Fall.

 

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