Landkreis informiert über Ausbau der E 233

Landkreis Cloppenburg
18. März 2011
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Pressemitteilung vom 18.03.2011

Landkreis Cloppenburg - Für den vierstreifigen Ausbau der E 233 soll in Kürze mit den konkreten Ausbauplanungen begonnen werden.

Die Vorbereitungen sind nach Angaben des Landkreises Cloppenburg soweit abgeschlossen, dass jetzt die entsprechenden Planungsleistungen für die ersten beiden Streckenabschnitte in den Landkreisen Cloppenburg und Emsland an ein Planungsbüro vergeben werden können. Die weiteren Abschnitte folgen in den nächsten Monaten. Weil die Planungen damit in eine konkrete Phase gehen, hat der Landkreis Cloppenburg jetzt in einer ersten Informationsveranstaltung im Kreishaus alle Ratsmitglieder der unmittelbar an der Strecke liegenden Städte und Gemeinden sowie die Kreistagsabgeordneten über den bisherigen Stand des Verfahrens informiert. Landrat Hans Eveslage betonte, dass der Landkreis die Kommunalpolitiker als wichtige Multiplikatoren für das Projekt möglichst frühzeitig informieren wolle. Gespräche mit betroffenen Hauseigentümern an der Strecke würden ebenfalls bereits geführt. Eine erste größere Informationsveranstaltung für alle Betroffenen und Interessierten findet nach Angaben von Eveslage am Donnerstag, 7. April, um 18 Uhr im Forum Hasetal in Löningen statt.
Landrat Eveslage betonte nochmals, dass es einen großen Konsens für den Ausbau gebe. Dies bewiesen die zahlreichen Partner von deutscher und niederländischer Seite in dem gebildeten Aktionsbündnis E 233. Die vom Bund in Auftrag gegebene Verkehrswirtschaftlichkeitsuntersuchung habe ergeben, dass die rund 80 Kilometer lange Strecke durchgehend vierstreifig ausgebaut werden müsse. Der Kosten-Nutzen-Faktor von 4,6 unterstreiche eindrucksvoll die Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme. "Im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region ist der Ausbau dringend erforderlich. Die E 233 hat herausragende Bedeutung für die Betriebe in den an der Strecke liegenden Gewerbe- und Industriegebieten", erklärte Eveslage. Nachdem der Bund seine Zustimmung gegeben habe, würden nun unter Federführung der Landkreise Cloppenburg und Emsland die Planunterlagen erstellt. Dies solle möglichst bis Ende 2012 abgeschlossen werden. Die Landkreise hätten dem Land angeboten, auch das anschließende Planfeststellungsverfahren durchzuführen. Eveslage betonte, dass danach der Bund über den Beginn des Ausbaus entscheiden und die Finanzierung sicherstellen müsse.

Über die weiteren Planungsschritte informierte Leitender Baudirektor Georg Raue. Nach seinen Angaben wurde eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der beiden Landkreise, des Städterings Zwolle Emsland und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eingerichtet, von der die Planungen koordiniert werden. Mit den eigentlichen Planungsleistungen sollen Ingenieurbüros beauftragt werden. Raue erläuterte, dass die Gesamtstrecke in acht Planungsabschnitte unterteilt worden sei. Fünf Planungsabschnitte lägen im Landkreis Cloppenburg. Der Ausbau werde mit einem Fahrbahnquerschnitt von 28 Metern geplant. In engen Lagen könne der Querschnitt durch den Verzicht auf Seitenstreifen auf 20 Meter reduziert werden. Die gesamte Trasse werde derzeit vermessen. Im Bereich Löningen solle die Straße von Meerdorf bis zur Kreisgrenze entsprechend den Festslegungen im Regionalen Raumordnungsprogramm und im Flächennutzungsplan der Stadt Löningen nach Norden verlegt werden. Dies bringe Entwicklungsmöglichkeiten für die Stadt. Durch die Verlegung der Trasse und die in diesem Bereich mögliche Absenkung der Fahrbahn könne gleichzeitig der Lärm minimiert werden.
Raue und der Leiter des Amtes für Planung, Natur- und Umwelt, Johann Viets, stellten auch das Anschlussstellenkonzept vor, das vom Bund noch genehmigt werden muss. Im Bereich des Landkreises Cloppenburg sind 15 Anschlussstellen geplant. Hinzu kommen Brücken für Straßenüberführungen und Parallelstraßen, um die Verkehre zu den Anschlussstellen zu führen.
Auf die bereits angelaufene frühzeitige Bürgerbeteiligung ging Viets näher ein. Ziel der Gespräche mit den betroffenen Wohnanliegern sei es, die günstigste Trassenführung zu finden. Die Vorstellungen der Hauptbetroffenen sollten soweit wie möglich in die Planungen einbezogen werden. "Wir wollen Konflikte möglichst bereits im Vorfeld des förmlichen Planfeststellungsverfahrens ausräumen", so Viets. Dies werde von den Betroffenen positiv zur Kenntnis genommen. Von Versammlungsteilnehmern wurde angeregt, schon kurzfristig in den betroffenen Städten und Gemeinden jeweils eine öffentliche Informationsveranstaltung anzubieten. Diesem Wunsch will die Kreisverwaltung nach Angaben von Landrat Eveslage gerne nachkommen. Die Arbeitsgruppe E 233 arbeitet auch an einem Internetauftritt. Dort sollen Informationen zum Projekt und der Stand der Planungen laufend veröffentlicht werden.

 

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