IHK: Neue Landesregierung muss sich zu E 233 bekennen

IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim
14. Februar 2013
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„Das Emsland braucht den vierstreifigen Ausbau der E233. Jeder, der schon einmal selbst auf der Strecke gefahren ist, erkennt den Ausbaubedarf. Deshalb ist es ganz wichtig, dass auch die neue Landesregierung das Vorhaben positiv begleitet.“ Dies erklärte Ulrich Boll, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Landkreis Emsland, in der aktuellen Sitzung des Ausschusses bei der Georg Boll GmbH & Co. KG in Meppen. Das Bundesverkehrsministerium werde ohnehin alle noch nicht begonnen Verkehrsprojekte auf ihr Nutzen-Kostenverhältnis überprüfen. Insofern seien die aktuellen Äußerungen der neuen Regierungskoalition in Niedersachsen nichts grundsätzlich Neues. Er sei sicher, dass die erneute Überprüfung das Projekt eher noch beschleunigen werde.

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v.l.: Bernd-Carsten Hiebing, MdL, Ulrich Boll, Ausschussvorsitzender für den IHK-Regionalausschuss Landkreis Emsland, Marco Graf, IHK- Hauptgeschäftsführer

Die Perspektiven für den Standort Emsland nach der Landtagswahl waren inhaltlicher Schwerpunkt der Sitzung. Als direkt wiedergewählter Landtagsabgeordneter stellte sich Bernd-Carsten Hiebing (CDU) den Fragen der Unternehmer. Neben Infrastruktur-Projekten wurde dabei auch über Fachkräftesicherung, Bildungspolitik und die Zukunft der Massentierhaltung im Emsland diskutiert.

Hiebing, der von seiner Fraktion zuletzt als Hafen- und Schifffahrtspolitischer Sprecher bestätigt worden war, betonte in der Diskussion, dass man auch in der Opposition gestalten könne. „Wir müssen über die Parteigrenzen hinweg in Gesprächen mit sachlichen Argumenten überzeugen“, sagte Hiebing. Unabhängig von Parteien müssten in der politischen Arbeit die Interessen des Emslandes im Vordergrund stehen, so der Parlamentarier.

Mit Sorge betrachtete der Ausschuss deshalb einige finanzpolitische Aussagen der neuen Koalitionspartner. Es bestehe die Gefahr, so die Unternehmer, dass das Emsland im Kommunalen Finanzausgleich schlechter gestellt werde, etwa indem der so genannte Flächenfaktor abgeschafft werde. Dieser war eingeführt worden, um solche Kosten zu kompensieren, die gerade großen Landkreisen durch weite Wege und dünne Besiedelung entstehen. Außerdem werde in Hannover zwischen SPD und Grünen diskutiert, die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft (HanBG), die die Landesbeteiligungen verwaltet und erst im Jahr 2010 aus Steuergründen in das emsländische Groß Berßen verlagert worden war, wieder zurück nach Hannover zu holen. „Allein diese beiden Maßnahmen könnten das Emsland jährlich in knapp zweistelliger Millionenhöhe belasten", so Hiebing.

Im Rahmen einer Betriebsführung durch die Georg Boll GmbH & Co. KG erläuterten die Geschäftsführer Ulrich Boll, Jörg Gerdelmann und Frank Hanzlik unter anderem das moderne Kundenkontaktmanagement. Es reduziert die Wartezeiten von Kunden in Stoßzeiten und steigert so die Kundenzufriedenheit. Der Logistikdienstleister bearbeitet bis zu 2.400 Sendungen pro Tag und erwirtschaftet mit insgesamt 490 Mitarbeitern an den Standorten Meppen und Herzlake einen Jahresumsatz von 35 Mio. Euro.

 

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