Hier will der Bund im Emsland bauen

Meppener Tagespost
05. August 2016
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Meppen - Bahn frei für den Ausbau der Europastraße 233: Eine der größten Baumaßnahmen in der Geschichte des Emslandes ist im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 weiter als „vordringlicher Bedarf“ notiert worden – so wie auch drei weitere Projekte im Landkreis, die bis 2030 von hohen Investitionen profitieren könnten.

Insgesamt sollen laut dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) bis zum Jahr 2030 knapp 270 Milliarden Euro in rund 1000 Einzelprojekte in ganz Deutschland fließen. Im BVWP werden alle Vorhaben an Bundesstraßen, Autobahnen, Schienen und Wasserstraßen aufgelistet, die für eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur für sinnvoll gehalten werden. Wirklich eine Chance auf Realisierung haben allerdings nur diejenigen Projekte, bei denen ein „vordringlicher Bedarf“ festgestellt wird.

Vier Projekte im Emsland

In Niedersachsen gibt es 84 Projekte, bei denen eben- dieser Bedarf festgestellt wurde – vier Projekte sind es im Emsland. Allen voran der Ausbau der Europastraße 233 (B 402/B 213) zwischen der Anschlussstelle der Autobahn 31 in Meppen und der Anschlussstelle der Autobahn 1 in Emstek. Die Gesamtinvestitionskosten für den vierspurigen Ausbau der Europastraße 233 betragen insgesamt voraussichtlich 719,1 Millionen Euro.

Aber auch die Bürger in Emmeln dürfen sich freuen. Die Ortsumgehung ist ebenfalls als Projekt mit vordringlichem Bedarf aufgenommen worden. Gesamtinvestitionsvolumen: zwölf Millionen Euro. Damit wird neben dem Engagement der Politik auch das jahrelange Bemühen der Emmelner belohnt, die die hohe Verkehrsbelastung auf der Bundesstraße 408 stets kritisiert hatten.

Der Neubau einer Trasse in Emmeln ist neben der Ortsumgehung in Bawinkel das Projekt im Emsland, das die städtebauliche Beurteilung „hoch“ erhalten hat und das Nutzen/Kosten-Verhältnis (NKV) mit größer als 10 beurteilt wurde. Zur Erklärung: Wichtigstes Kriterium für die Einstufung ist das NKV einer Maßnahme, das nach einem komplexen Bewertungsverfahren für jedes einzelne Projekt ermittelt wird. Je höher der NKV ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Projekt in den „vordringlichen Bedarf“ aufgenommen wird.

Laut Industrie- und Handelskammer (IHK) wird in Fachkreisen gemutmaßt, dass Projekte mindestens einen NKV-Faktor von vier bis fünf erreichen müssen, um in den „vordringlichen Bedarf“ aufgenommen zu werden. Bei der Europastraße 233 liegt der Faktor bei 2,1.

Ebenfalls hoch ist der Faktor bei der Verlegung der B 213 in Wietmarschen-Lohne sowie der Ortsumgehung Bawinkel. SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder bezeichnete bereits im März 2016 die Ortsumgehung als dringliches Projekt. 10 800 Fahrzeuge – darunter 1500 Lkw – fahren täglich auf der B 213 durch die Gemeinde Bawinkel.

Die Investitionskosten für den Bau der 3,9 Kilometer langen Umgehungsstrecke betragen 13,1 Millionen Euro. Das Projekt hat einen NKV von 5,9. In den „vordringlichen Bedarf“ aufgenommen wurde ebenfalls die Verlegung der B 213 in Lohne – ein Projekt, das einen NKV-Faktor hat, der höher als 10 liegt. Die Kosten für den Neubau betragen laut Bundesverkehrswegeplan 8,4 Millionen Euro.

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Quelle: Meppener Tagespost

 

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