E233: 95 Prozent der Bürger akzeptieren Trasse

Meppener Tagespost
31. Oktober 2013
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Meppen - CDU, SPD, UWG und FDP haben sich im Kreisentwicklungsausschuss des Landkreises Emsland noch einmal ganz eindeutig für den vierspurigen Ausbau der 83,5 Kilometer langen Strecke der Europastraße 233 von Meppen nach Emstek stark gemacht.

Grünen-Kreistagsabgeordneter Norbert Knape lehnte das Großprojekt hingegen ab. Kreisbaurat Dirk Kopmeyer versprach während der öffentlichen Sitzung in Meppen, dass die Landkreise Emsland und Cloppenburg alles daransetzen werden, um die Planungen so schnell wie möglich voranzutreiben. Dann könnten das Land Niedersachsen und das Bundesverkehrsministerium den Ausbau in den Bundesverkehrswegeplan einstellen. Dabei würden Land und Bund einen Ausbau als ÖPP-Projekt (Öffentlich-Private Partnerschaft) favorisieren.

Die Planungskosten würden sich nach derzeitigem Stand auf 7,55 Millionen Euro summieren. Eine exakte Summe der Ausbaukosten wollte Kopmeyer nicht nennen. Das Bundesverkehrsministerium gab kürzlich eine Kostenschätzung von 595 Millionen Euro ab.

Mit dem jetzigen Beschluss nimmt der Kreisentwicklungsausschuss den „finalen Streckenverlauf“ zur Kenntnis. Für den ersten elf Kilometer langen Abschnitt von der Anschlussstelle der Europastraße zur A 31 bis zur B 70 bei Meppen sieht Kopmeyer keine größeren Probleme mehr. Im Raum Versen habe man eine einvernehmliche Trasse gefunden. Im zweiten Abschnitt bis nach Haselünne (Sautmannshausen) wünschen sich gerade die Bürger in Meppen-Bokeloh einen noch besseren Lärmschutz. Dies sei jedoch nach den Richtlinien des Bundes nicht erforderlich. „Vielleicht lässt sich ein zusätzlicher Lärmschutzwall während der Bauphase realisieren“, ergänzte der Dezernent. Sowohl in Sautmannshausen als auch in Haselünne-Eltern müsse man die jetzige Trassenführung verlassen, um die notwendigen Kurvenradien für einen vierspurigen Ausbau darstellen zu können. In Löningen wird es ebenfalls eine Nordumgehung geben. Danach geht es über Lastrup und die bereits vierspurige Cloppenburger Umgehungsstraße zum Autobahnanschluss der A1 in Emstek. „Der Trassenverlauf stößt auf eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung“, sagte Kopmeyer. Gleichwohl gebe es „einzelne Betroffenheiten“.

Für die CDU-Fraktion dankte Heinz Cloppenburg den Behörden, dass „sie offensiv auf die Anlieger zugegangen sind“. So habe man die meisten Härten vermieden, und 95 Prozent könnten mit den Ergebnissen leben. Sowohl Cloppenburg als auch Hermann-Josef Abeln (UWG) dankten ausdrücklich dem Niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies (SPD), der sich voll und ganz hinter den Ausbau stelle. Laut Bernhard van der Ahe (CDU) wollten gerade die einheimischen Betriebe den Ausbau. Für Andrea Kötter (SPD) wird sich mit dem Ausbau die Verkehrssicherheit auf der Trasse erhöhen.

Demgegenüber lehnte Norbert Knape (Grüne) den Ausbau ab und forderte erneut ein Transitverbot für Lastwagen ab 12 Tonnen. Andrea Kötter erwiderte, dass damit längere Fahrstrecken und somit höhere CO2-Belastungen verbunden werden. Zudem sei es nicht solidarisch, wenn sich die Region im europäischen Verkehrsverbund einfach abschotte.

Quelle: Meppener Tagespost

 

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