Baubeginn frühestens 2016; Verwaltung informierte über geplante Trasse der Europastraße 233

Meppener Tagespost
17. November 2012
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be/pm LÖNINGEN - Großes Interesse hat im „Forum Hasetal Löningen“ eine Informationsveranstaltung der Cloppenburger Kreisverwaltung und der Löninger Stadtverwaltung über den Stand der Planungen für den vierstreifigen Ausbau der Europastraße 233 (B 213) im Bereich Löningen gefunden.

Es geht um einen rund zehn Kilometer langen Streckenabschnitt von der Kreisgrenze Emsland/Cloppenburg bis zur Anschlussstelle Löningen-Meerdorf. Über den Baubeginn mochten die Behördenvertreter keine konkreten Angaben machen. Klaus Haberland, Leiter der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau in Lingen, rechnet mit einer Baugenehmigung frühestens Anfang 2016. Ursprünglich führte die B 213 bis zum Bau der Ortsumgehung im Jahre 1983 durch die Stadt Löningen, jetzt soll sie auf Teilabschnitten einen neuen Verlauf bekommen. Hermann Dirks, Geschäftsbereichsleiter Planen und Umwelt der Stadt Löningen, bezeichnete die geplante neue Trasse als „eine große Chance für Löningens weitere Entwicklung“. Im Bereich der Löninger Ortslage werde die um bis zu fünf Meter tiefergelegte Fahrbahn die bisherige Lärmbelastung deutlich verringern.

Baudezernent Georg Raue und Planer Jörg Goldschmidt wiesen auf die vielen möglichen Varianten der neuen Streckenführung hin. Das Bundesverkehrsministerium habe jetzt das Einvernehmen für die Vorzugsvariante „P 3.1“ erteilt. Diese neue Trasse würde bereits auf Herzlaker Gebiet beginnen und nördlich der westlichen Löninger Ortsteile Helmighausen und Borkhorn dann oberhalb der gesamten Stadt Löningen in einem leichten Bogen im Gewerbegebiet Meerdorf wieder auf die bisherige B 213 führen.

Entlang der neuen Trasse sind sechs Überführungen und nur zwei Anschlussstellen vorgesehen, eine westliche Anschlussstelle Helmighausen zwischen der Straße Am Flugplatz und der Herßumer Straße (K 163) und eine östliche Anschlussstelle auf der vorhandenen Trasse der Bundesstraße 213 in Meerdorf (Bereich Nord-Ost-Tangente / K 161).

Kritische Fragen stellte in der Informationsveranstaltung vor allem die „Bürger ini tiative Autobahn B 213 Nein!“ Sie betrafen die vermuteten stark angestiegenen Planungskosten und die Forderung eines Durchfahrtsverbots für den Transitverkehr.

In einer nach der Veranstaltung herausgegebenen Pressemitteilung erklärt die Bürgerinitiative, sie sei enttäuscht über den Mangel an Informationen, den die Fachleute offenbarten. Fragen seien überhaupt nicht oder nur mit schwammigen Ausflüchten von den Landkreis-Vertretern beantwortet worden. Auf die Frage, wie es sein könne, dass die auf sechs Millionen Euro gedeckelten Planungskosten jetzt schon bei 6,9 Millionen Euro angekommen wären und wer das beschlossen und zu bezahlen habe, habe Raue erklärt, die sechs Millionen seien nicht mehr der Stand der Dinge. Die Bürgerinitiative weist darauf hin, dass der Bund auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion die Kosten des Ausbaus auf 490 Millionen Euro statt ursprünglich 218,3 beziehungsweise 340 Mio. Euro berechnet habe.

Die Bürgerinitiative bemängelt, dass der Landkreis Cloppenburg nicht das von ihr seit Langem geforderte Durchfahrtverbot für Transit-Lkw, sondern die Folgen eines generellen Durchfahrtverbots für Lkw prüft. Dies entspreche nicht ihrer Forderung. Die Bürgerinitiative fühlt sich nicht ernst genommen und sieht alle Informationsveranstaltungen der Ausbaubefürworter als gezielte Desinformation an.

 

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