535 Hektar Land für Ausbau der Europastraße 233 nötig

Meppener Tagespost
21. Januar 2015
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Meppen - Eine Straße zu bauen oder auszubauen ist ein schwieriges Unterfangen – erst recht in Gegenden wie dem Emsland, in denen Ackerland begehrt und damit knapp und teuer geworden ist. Wie der Landkreis Emsland jetzt auf Anfrage mitteilte, fehlt derzeit noch ein Großteil der notwendigen Bau- und Ersatzflächen.

Für den Bau der Trasse selbst werden nach Angaben des Landkreises rund 235 Hektar Land entlang der alten Strecke zwischen dem Kreuz mit der Autobahn 31 bei Meppen und der Grenze zum Kreis Cloppenburg benötigt. Sie wird verbreitert, an einigen Abschnitten aber auch ganz neu geführt und bekommt oftmals zusätzliche Nebenstrecken für den Anliegerverkehr.

Außerdem werden weitere rund 300 Hektar für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie Ersatzaufforstungen benötigt, die zum Teil ortsnah, also im Bereich der Trassenführung erfolgen müssen. Bis heute konnten nach Angaben des Landkreises Emsland insgesamt rund 113 Hektar Flächen angekauft werden – 422 Hektar fehlen also noch.

Im Landkreis Cloppenburg ist die Situation ähnlich. Einem Bericht der Münsterländischen Tageszeitung zufolge werden bis zur emsländischen Kreisgrenze etwa 300 Hektar benötigt. Aktuell habe die Niedersächsische Landgesellschaft etwa 80 Hektar Grund und Boden eingeworben.

Landrat Reinhard Winter sieht darin noch kein Problem und teilt mit: „Es handelt sich um einen vorzeitigen Grunderwerb, der laufend zu den Planungen fortgeführt wird. Der Erwerb gestaltet sich schwierig, ist aber hinsichtlich der noch vor uns liegenden Zeitachse, bis es zum Bau der E 233 tatsächlich kommt, umsetzbar.“

Dass der vierstreifige Ausbau der E 233 vor allem Landwirte als Flächeneigner betreffen würde, war schon zu Beginn der Planungen klar. Der Landkreis Emsland betreibt mit der Seite „www.e233.de“ ein Infoportal zum Planungsstand und weist dort darauf hin, dass der „Entzug beziehungsweise die Zerschneidung von Bewirtschaftungsflächen und die Trennung von Hofstelle und Bewirtschaftungsflächen“ eine Folge des Ausbaus sein würden.

Unabhängig von persönlichen Betroffenheiten einzelner landwirtschaftlicher Betriebe an der Trasse ist es nach Einschätzung von Experten durchaus schwierig, die benötigten Ländereien zu bekommen – jedenfalls soweit sie erworben werden müssen.

Schon 2011 stellte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen fest, die positive wirtschaftliche und demografische Entwicklung habe landesweit, vor allem aber im Emsland, zu einer Erhöhung der Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) zwischen 2001 und 2012 um 5290 Hektar (16,1 Prozent) und eine Abnahme der landwirtschaftlichen Nutzfläche um 5776 Hektar (3,0 Prozent) geführt.

Der ursprünglich sehr dünn besiedelte Landkreis wies damit einen nur noch knapp unter dem Landesdurchschnitt liegenden SuV-Anteil von 13,2 Prozent aus, während es elf Jahre zuvor nur 11,4 Prozent gewesen seien. Eine Folge: Den Landwirten fehlen in einigen Bereichen des Emslandes zunehmend Ackerflächen. Gleichzeitig expandiert die Landwirtschaft, und Acker wird knapper und teurer.

Quelle: Meppener Tagespost

 

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