Mitmachen oder verhindern; Bürger in Bokeloh diskutieren über die Planungen für den Ausbau der Europastraße

Meppener Tagespost
15. November 2012
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Meppen - Fundamentalopposition gegen den Ausbau der Europastraße 233 oder weitere Mitarbeit an den Vorplanungen, vor dieser Wahl stehen jetzt die Bokeloher. So fasste Diskussionsleiter Rolf Dünker das Ergebnis eines Informationsabends zusammen, zu dem die Arbeitsgruppe Bokeloh eingeladen hatte.

Im Saal Albers hatten sich Einwohner von Bokeloh, Apeldorn und Dürenkämpe am Dienstag eingefunden, um mehr über den Stand der Gespräche zwischen Arbeitsgruppe und Planern und Überlegungen zum weiteren Vorgehen zu erfahren. Den voll besetzten Saal und die starke Beteiligung an der bisherigen Diskussion bezeichnete der Ortsvorsteher von Apeldorn, Ludger Rawe, als „gelebte Demokratie“. „Seit Mai haben wir turbulente Zeiten“, stellte der Leiter der Arbeitsgruppe Bokeloh, Hubert Kruse, fest. Einerseite gebe es ein starkes Interesse der Wirtschaft am Straßenausbau, unterstützt durch Beschlüsse des Meppener Stadtrats und des Kreistags durch CDU, FDP, SPD und UWG, während sich die Grünen dagegen ausgesprochen hatten. Andererseits seien Bokeloh und Apeldorn stark betroffen von den Folgen. Wenn es zu einem Ausbau kommt, dann sollte dieser möglichst verträglich für die Bürger gestaltet werden.

Kruse berichtete aus Sicht der Arbeitsgruppe, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Notwendigkeit des Ausbaus akzeptiert, zumal hier Beschlüsse des Bundestags dazu vorliegen. Deshalb habe die bis zu 25 Personen starke Arbeitsgruppe ausführlich Ideen diskutiert mit dem Ziel, eine Lösung zu finden, mit der möglichst viele leben können. In der Arbeitsgruppe und in der Bevölkerung herrsche großer Unmut wegen des Umgangs der Planer mit den Bokeloher Vorschlägen. Denn diese sehen durch das Abrücken der Straße von den Häusern geringere Belastungen durch Lärm, Abgase und Staub vor, aus dem gleichen Grund werde eine Auf- und Abfahrt nahe am Dorf abgelehnt. Diese sollte entweder näher an Meppen oder an Haselünne herangerückt werden. Ein neuer Vorschlag sei der Bau der Anschlussstelle im Bereich der ehemaligen Sandgrube zwischen Dörgen und Bokeloh. Außerdem sollte die Landesstraße 61 für den Lkw-Verkehr gesperrt werden. Damit würde eine Ortsumgehung Apeldorn überflüssig, während somit die Chancen für den Bau einer Umgehung für Klein Berßen steigen.

In der Diskussion gab es den Vorschlag, sich generell gegen einen Ausbau zu wenden, weil eine Sperrung der Europastraße für den Transitverkehr mit Lkw den Verkehrszuwachs beenden könnte. Dies wurde von der Meppener Grünen-Ratsfrau Carmen Püpke unterstützt.

Die Stadtratsmitglieder Günther Pletz (UWG) und Andrea Kötter (SPD) bestärkten diejenigen, die sich gegen eine solche Fundamentalopposition aussprachen. „Das hilft nicht weiter“, sagte Kötter. Pletz mahnte zur Einigkeit. Beifall fand sein Vorschlag, ein Positionspapier zu erstellen und damit Druck auf die Planer auszuüben.

 

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