Leserbrief: „Mut zur Zukunft!“

Meppener Tagespost
16. März 2013
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Betrifft: Ausbau E 233
BUND befürchtet Milliardengrab (Meppener Tagaspost vom 5. März)

„Es wurde in den letzten Monaten sehr viel über die
E 233 berichtet und in Leserbriefen kommentiert. Für mich gibt es beim Für und Wider einen wesentlichen Unterschied: Bei der Anzahl der Berichte und Kommentare muss der Leser den Eindruck haben, dass die Mehrheit gegen den Ausbau der
E 233 ist. Dieser Eindruck ist jedoch total falsch.

Eine übergroße Mehrheit (wahrscheinlich 80 bis 90 Prozent der Bürger) würde bei einer Befragung für den Ausbau stimmen. Wer oft zwischen Meppen und Cloppenburg unterwegs ist, wird die Autofahrer verstehen, die von Angst oder von einem unguten Gefühl sprechen, weil sie sich von der (...) Verkehrsdichte bedroht fühlen. Der Autofahrer hat zwei Möglichkeiten: Entweder er schleicht mit 70 km/h in der Schlange mit oder er riskiert Überholmanöver, die zu lebensgefährlichen Unfällen, wie im Februar im Bereich Dörgen, führen können.

Frau Feige-Osmers nimmt diesen schweren Unfall zum Anlass, ihren negativen Bericht zu verfassen. Dass es einen solchen Unfall auf einer vierstreifigen E 233 kaum geben würde, weiß jeder. Vierstreifig ist die sicherste Lösung. Dreistreifig wie die Umgehungsstraße Lastrup oder die B 401 Cloppenburg-Hesel wäre die zweitbeste Lösung. Die Frage ist: Wie lange würde ein dreistreifiger Ausbau bei dem wachsenden Verkehr reichen? (...)

Ein Transitverbot für Lkw wäre ein bedenklicher Eingriff, vor allem, wenn man bedenkt, dass von holländischer Seite praktisch eine Autobahn bis zur A 31 gebaut wurde. Die Umweltbelastung würde nur von der E 233 zur A 1/A 30 verschoben. Wahrscheinlich müsste die A 30 wegen zu hohen Verkehrsaufkommens bald sechsspurig ausgebaut werden. Frau Feige-Osmers spricht von einer Entfernungsdifferenz von 13 km zwischen Hamburg und Amsterdam. Da hat sie recht – verschweigt aber, dass es auch andere Ziele in Holland gibt. Um Maut zu sparen, wird die E 233 wahrscheinlich nur von wenigen Lkw-Fahrern gewählt. Als Hauptgrund sehe ich (...), dass es sich für Lkw um die günstigste und schnellste Strecke handelt.

Alles so zu belassen, wie es ist, wäre unverantwortlich, weil hochfrequentierte zweistreifige Bundesstraßen eine tödliche Gefahr sind. Man denke nur an die Lingener Umgehungsstraße. Wie viele tödliche Zusammenstöße sind dort passiert, bis die Verantwortlichen sich gezwungen sahen, ein Überholen zu verbieten, indem man die Fahrbahnen fast durchgehend mit einer weißen Linie getrennt hat. Das Gleiche gilt für die B 401. Seit dem Umbau von zwei auf drei Fahrstreifen ist die hohe Zahl an tödlichen Zusammenstößen fast auf null gesunken. (...)

Der BUND hofft anscheinend, dass die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region gebremst wird. Wie wichtig das Straßennetz für die Wirtschaft ist, zeigt der Bau der A 31 – eine unglaublich positive Entwicklung. Die Wirtschaftsregion Osnabrück-Emsland befindet sich in einer überdurchschnittlichen Entwicklungsphase (...). Deshalb kann die Marschrute nur lauten: Mut zur Zukunft! (...) Dazu gehört eine gute Verkehrsanbindung mit einer vierstreifigen E 233. Einen Verzicht auf Maut würde es nicht geben, weil die Strecke mautpflichtig würde. (...)

Man kann nur hoffen, dass dieses Projekt durch die neue rot-grüne Regierung in Niedersachsen nicht endlos verzögert wird. Ein Milliardengrab kann der neutrale Beobachter bei dieser Infrastruktur-Investition nun wirklich nicht erkennen.“

H. S., Haselünne

 

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