Landrat Winter: 'Anschlussstelle in Bokeloh für E 233 unverzichtbar'

Meppener Tagespost
21. November 2012
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Landrat Reinhard Winter: Planungs- und Baukosten höher als 2003 erwartet

Meppen - Wenn alles gut läuft, könnte der Ausbau der vierspurigen E 233 von Meppen nach Cloppenburg im Jahr 2016 starten. Die Baukosten beziffert der emsländische Landrat Reinhard Winter schon jetzt auf 490 Millionen Euro.


Die Planungskosten für die 83 Kilometer lange Trasse wurden anfangs auf 6 Millionen Euro beziffert. Reicht die Summe aus?
Wir gehen davon aus, dass die Verfahrenskosten um 1,55 Millionen Euro höher liegen. Diese Mehrkosten sind und werden durch die Haushalte der beiden Landkreise abgedeckt.


Was hat die Mehrkosten verursacht?
Allein 700 000 Euro müssen wir für zusätzliche faunistische Kartierungen aufbringen, weitere 350 000 Euro für Baugrunduntersuchungen und die restlichen 500 000 Euro für weitere Nachuntersuchungen durch Ingenieurbüros.


Wie sieht es mit den Gesamtkosten für das Bauvorhaben aus?
Nach den jetzigen Planungen des Bundesverkehrsministeriums liegen die Baukosten bei 490 Millionen Euro. Dabei sind wir tatsächlich bei ersten Schätzungen im Jahr 2003 von 340 Millionen Euro ausgegangen. Damals war die Trasse jedoch nur ein Strich auf der Landkarte, der jetzt Tag für Tag mehr Gestalt annimmt.


Wie hoch wird der Preis am Ende denn liegen?
Bis zum 30. Juni 2013 sind alle Entwürfe durchgeplant. Dann kann man endgültig abschätzen, was der Ausbau kostet.


Aus welchem Säckel wird die Trasse finanziert?
Grundsätzlich ist der Bund Bauherr. Allerdings ist auch eine Privatfinanzierung durch Baufirmen möglich. Bereits seit einem halben Jahr erhält der Bund über Lkw-Maut für das schon vierspurig ausgebaute Teilstück der E 233 von der niederländischen Grenze bis zum Knotenpunkt mit der A 31 in Meppen Gebühren. Mit diesem Bauvorhaben fließt sehr viel Geld in die Region.


Wann rechnen Sie mit dem Spatenstich?
Wir müssen den Straßenvorentwurf 2013 zuerst mit dem Land und dann mit dem Bund abstimmen. Vorausgesetzt, das Bundesverkehrsministerium stimmt zu, dann könnte das Planfeststellungsverfahren anlaufen. Vorausgesetzt, dass bis Ende 2015 alle rechtlichen Belange abgesichert sind, könnte 2016 der Baubeginn erfolgen.


Anwohner, zum Beispiel im Meppener Stadtteil Bokeloh, beklagen sich, dass sie nicht ausreichend in die Planungen einbezogen wurden . . .
Wir sind sehr früh auf die Menschen zugegangen und haben unsere Pläne vorgestellt. Die Bürger wurden sehr gut informiert. Danach wurden die Vorschläge gerechnet, bewertet und abgewägt. Zum Schluss muss es jedoch eine Entscheidung geben. Dabei bieten wir gerade der Arbeitsgruppe in Bokeloh noch einmal ausdrücklich das Gespräch an. Gleichwohl können wir auf die dortige Anschlussstelle auch als Verbindung für den Hümmling nicht verzichten.


Gibt es noch weitere Brennpunkte?
In Sautmannshausen bei Haselünne durchkreuzen wir die Flächen des dortigen Landgutes. In Eltern wünscht sich die Interessengemeinschaft eine nördlichere Strecke. Diese würde aber durch das dortige Trinkwassergewinnungsgebiet führen. Im Raum Herzlake sind wir uns weitgehend einig.

 

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