Auf vier Spuren durch das Emsland; Landkreise und Kommunen drängen den Bund zum Ausbau der Europastraße 233

Meppener Tagespost
08. Oktober 2012
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pm Meppen - Der Landkreis Emsland und der Landkreis Cloppenburg fordern gemeinsam mit allen betroffenen kreisangehörigen Städten, Samtgemeinden und Gemeinden die Aufnahme des vierstreifigen Ausbaus der Europastraße 233 (E 233) in den vordringlichen Bedarf bei der Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans 2015. Bislang wurde sie dort lediglich als weiterer Bedarf mit Planungsrecht eingestuft.

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Die Europastraße 233 und die Autobahnen in den Niederlanden und Deutschland. Grafik: Städtering Zwolle-Emsland

Auf der Regionalkonferenz der Landesregierung zur Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans – Teil Straße – für Kommunen und Kammern am 9. Oktober in Oldenburg soll eine Erklärung übergeben werden, mit der die Unterzeichner deutlich machen wollen, dass der Ausbau der E 233 zwischen der Autobahn 1 bei Cloppenburg und er A 31 bei Meppen als bedeutendes infrastrukturelles Projekt für die gesamte Region unverzichtbar sei. „Mit der Übernahme der Planungsaufgaben bis zur Schaffung der Planreife haben die Landkreise Emsland und Cloppenburg unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, wie wichtig der vierstreifige Ausbau für die künftige Entwicklung unserer Wirtschaftsregion ist. Wir brauchen eine leistungsfähig ausgebaute Straße E 233“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Das Land Niedersachsen solle daher ebenfalls eine „eindeutige und befürwortende Positionierung“ einnehmen und mit aller Macht darauf hinwirken, dass im neu aufzustellenden Bundesverkehrswegeplan der Ausbau der Straße als Projekt mit vordringlichem Bedarf ausgewiesen werde, fordern die Unterzeichner mit Nachdruck. „Nur dann ist eine zeitnahe Realisierung nach Planreife möglich“, betonen der emsländische Landrat Reinhard Winter und sein Cloppenburger Amtskollege Hans Eveslage in dem Schriftstück. Ohne Ausbau werde es zu Einschränkungen in der Entwicklung des grenzübergreifenden Siedlungs- und Wirtschaftsraumes kommen, warnen die betroffenen Kommunen. „Der Ausbau der E 233 ist daher wesentlich für die zukünftige Leistungsfähigkeit der Region“, betonen sie.

Die E 233 sei für das Emsland, das Oldenburger Münsterland und die niederländische Provinz Drenthe eine Haupterschließungsachse. Sie gehöre deutschlandweit zu den am meisten befahrenen Bundesstraßen. Bis zu 20 000 Kraftfahrzeuge täglich nutzten diese kürzeste Verbindung zwischen den westlichen Niederlanden und Norddeutschland sowie Nord-Ost-Europa, heißt es.

Mit mehr als 30 Prozent täglich sei der Anteil des Güter- und Schwerlastverkehrs extrem hoch und liege 20 Prozent höher als der Bundesdurchschnitt – mit steigender Tendenz. Nachts würden Spitzenanteile von bis zu 55 Prozent erreicht.

Derzeit liegen für alle auf der 83,5 Kilometer langen Strecke zu planenden Abschnitte die Ergebnisse der Voruntersuchung vor. Sie sind weitgehend mit dem Land und dem Bund abgestimmt worden. Gegenwärtig werden für alle Abschnitte zwischen Meppen und Emstek Vorentwürfe erstellt. Die Planfeststellungsverfahren sollen ab Anfang 2014 eingeleitet werden. Es wird angestrebt, ab 2016 mit dem Ausbau der Europastraße beginnen zu können.

Zur Pressemitteilung des Landkreises

 

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