Auf der Suche nach der richtigen Linie; Landkreis Emsland prüft Vorschläge zum Ausbau der Europastraße 233 bei Bokeloh und Haselünne

21. September 2012
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Meppen - Die Zahl der strittigen Abschnitte bei der Planung des Ausbaus der Europastraße 233 im Emsland hat sich verringert. Dies geht aus dem Sachstandsbericht hervor, den Dezernent Dirk Kopmeyer im Kreisentwicklungsausschuss vorstellte.

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An drei Stellen herrscht noch keine Einigkeit über den künftigen Verlauf der Europastraße 233 im Emsland. Grafik: Heiner Wittwer

Für den elf Kilometer langen Abschnitt zwischen der Autobahn 31 und dem Anschluss an die B 70 in Meppen sei im Gespräch mit der Stadt Meppen und Bürgern eine Kompromisslösung gefunden worden. Für die Strecke Meppen-Dürenkämpe bis Bokeloh habe man über die bestehenden neun Varianten hinaus auch drei Vorschläge geprüft, die von Anwohnern eingereicht worden seien. Hierbei seien jeweils Hindernisse erkennbar geworden, die eine Verwirklichung infrage stellten.
Als Beispiel nannte Kopmeyer den Wunsch, auf eine Anschlussstelle im Bereich Bokeloh zu verzichten. Dies widerspreche sowohl den von der Stadt Meppen geäußerten Wünschen nach einer Anknüpfung der östlichen Stadtteile als auch den Bedürfnissen der Samtgemeinde Sögel. „Für den Bereich Bokeloh-Dürenkämpe findet eine weitere Informationsveranstaltung mit den neuesten Ergebnissen am 26. September im Kossehof statt.“ Zum künftigen Straßenverlauf im Gebiet der Stadt Haselünne werde man noch für die Bereiche Sautmannshausen und Eltern nach Lösungen suchen.
Dabei gehe es um die Frage, wie nahe die Straße künftig am Gut Sautmannshausen vorbeiführt. Zur Ortsumgehung Eltern gebe es den Vorschlag, diese in größerem Abstand um den Ort herumzuführen. Die Planer beim Landkreis haben das Für und Wider dieser Anregungen geprüft und werden im Oktober mit den Betroffenen darüber diskutieren. Ansonsten gebe es jetzt einen weitgehend abgestimmten Trassenvorschlag für das Bundesverkehrsministerium.

Ferdinand Redeker (CDU) dankte Kopmeyer und seinen Kollegen für das positive Ergebnis zum Streckenabschnitt A 31 bis zur B 70. Andrea Kötter (SPD) bezeichnete die Darstellungen und Beschreibungen als nicht genügen detailliert. Kopmeyer erklärte, dass es hier um einen Trassenvorschlag gehe, Details würden im Rahmen der Planfeststellung geklärt. Bernhard van der Ahe nannte es „sehr vorteilhaft“, dass die Planungshoheit beim Landkreis liege, so sei es gelungen, im Gebiet der Samtgemeinde Herzlake Probleme zur Zufriedenheit der Anlieger zu lösen.

Zwar lehnen Bündnis 90/Die Grünen den Ausbau grundsätzlich ab, weil sie ein Transitverbot für Lkw für eine ausreichende Lösung halten, wie Norbert Knape erklärte, trotzdem hat die Fraktion den Antrag gestellt, eine Landwirtschaftliche Betroffenheitsanalyse erstellen zu lassen, wie es im Kreis Cloppenburg geschieht.
Kopmeyer erinnerte an die Debatte im Kreistag im Juli 2011, bei der sich nach intensiven Prüfungen und Gesprächen die Auffassung durchsetzte, dass man wegen der anders gelagerten Verhältnisse im Emsland auf eine solche Analyse verzichten kann. Diese Einschätzung werde von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der Landwirtschaftskammer, der Niedersächsischen Landgesellschaft, dem Landesamt für Geoinformation und Landesentwicklung und von der Vereinigung des Emsländischen Landvolks geteilt. Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde der Antrag durch den Ausschuss abgelehnt.

 

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