Acht Aktenordner voller Arbeit; Aktionsbündnis E 233 überreicht Planungsunterlagen und demonstriert Einigkeit

Meppener Tagespost
11. Januar 2013
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Haselünne - Vertreter des Aktionsbündnisses zum Ausbau der E 233 haben am Mittwochabend acht Aktenordner mit Planungsunterlagen an den Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Oliver Liersch, überreicht. Ziel der Veranstaltung: Den Ausbau voranbringen und Einigkeit demonstrieren.

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Acht dicke Aktenordner zur Ausbauplanung für die Europastraße 233 hat Staatssekretär Oliver Liersch erhalten. Auf dem Foto von links Ludwig Pleus (Vorsitzender Städtering Zwolle-Emsland), Klaus Haberland (Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau), Bernd Carsten Hiebing, Oliver Liersch, Reinhard Winter und Hans Eveslage. (Foto: Tobias Böckermann)

In den Aktenordnern hatten Kreisbaurat Dirk Kopmeyer und seine Mitarbeiter die konkreten Ausbauvorschläge für den elf Kilometer langen Bauabschnitt von der A 31 bis zur B 70 in Meppen zusammengefasst. Die Übergabe erfolgte an den Niedersächsischen Staatssekretär, weil die Landkreise Emsland und Cloppenburg Planungen übernommen hatten, für die eigentlich das Land Niedersachsen zuständig wäre. Aus Kapazitätsgründen hatte Hannover diese Vorarbeiten aber den beiden Landkreisen überlassen, die auch – gemeinsam mit Spenden aus der Wirtschaft – die Kosten tragen.

Die Übergabe der Planungsunterlagen war nicht nur ein formal notwendiger Schritt, der auch für die weiteren Abschnitte in naher Zukunft folgen wird. Die Veranstaltung im Berentzen Hof in Haselünne sollte auch die Entschlossenheit verdeutlichen, mit der Verwaltung, Politik und Wirtschaft an der Umsetzung arbeiten. Unter den rund 100 Gästen waren deshalb viele Bürgermeister, Kreistagsabgeordnete, Unternehmer, Politiker, Behördenvertreter, der Städtering Zwolle-Emsland und Vertreter aus den Niederlanden. Ein neuer Planungsstand war dabei nicht zu verkünden – er war schon Ende 2012 vorgestellt worden.

Landrat Reinhard Winter betonte, die Region setze alle Hoffnungen auf den Ausbau der Straße ab 2016. Die wirtschaftlichen Vorteile einer leistungsfähigen Infrastruktur seien unstrittig, der Bau von zwei weiteren Fahrstreifen zwingend notwendig. Wie der Ausbau zu finanzieren sei, müsse derzeit ebenso offen bleiben wie die genauen Kosten. Nach jetzigem Stand seien es 500 Millionen Euro, 2016 dann sicher mehr. Winter setzt ebenso wie der Cloppenburger Landrat Hans Eveslage auf eine Finanzierung durch private Investoren, die dann die erwarteten rund 40 Millionen Euro Lkw-Maut-Gebühren pro Jahr erhalten.

„Nicht nur Transit“

Eveslage ergänzte, die Straße sei nicht nur für Transit-Lkw von Bedeutung, sondern auch für die Firmen aus der Region. 2010 habe eine Verkehrszählung an der Grenze der beiden Landkreise 8700 Fahrzeuge pro Tag ergeben, davon 3770 Lkw. In Lastrup seien es schon 11 500 insgesamt und 3920 Lkw, in Cloppenburg dann 21 000 und 5330 Lkw. „Das zeigt, dass es keineswegs nur um Transitverkehre geht.“ Der Ausbau sei zwingend, weil die Straße durch Überlastung ständig marode sei und man noch mehr Fahrzeuge erwarten müsse.

Kreisbaurat Dirk Kopmeyer stellte kurz Historie und aktuellen Planungsstand vor, bevor Staatssekretär Oliver Liersch ein klares Bekenntnis zum Ausbau abgab. Die Verkehrssteigerung sei enorm, das Kosten-Nutzen-Verhältnis beim Ausbau hervorragend, das Engagement in der Region groß. In Teilbereichen seien deutliche Entlastungen der Bürger zu erwarten, in Cloppenburg müsse man aber noch am Lärmschutz arbeiten.

Ähnlich äußerten sich Alfons Veer (Wirtschaftsverband Emsland), Norbert Siebels (IHK Osnabrück-Emsland-Bentheim) und Joachim Peters (IHK Oldenburg). Veer hoffte, dass sich auch in Meppen-Bokeloh eine Lösung finden lasse, mit der die Bürger friedlich leben könnten. Ein Transitverbot nannte er „schädlich für die ganze Region“. Norbert Siebels dankte den Unternehmen, die sich mit Spenden an den Planungskosten beteiligt hätten. Alle Redner verwiesen auf den Ausbau der A 31 als Beleg für die Wirtschaftskraft, die aus einem Infrastrukturprojekt resultiere.

 

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